Vielleicht haben Sie unseren Blogbeitrag über den Einsatz von Dichtungs- und Klebelösungen in heißen Klimazonen gelesen. Auch bei Bodenbelägen kann Hitze ähnliche Auswirkungen haben wie bei Beschichtungsprodukten: Sie verkürzt die Aushärtungszeiten, macht flüssige Lösungen dünnflüssiger und führt dazu, dass Werkzeuge durch das aushärtende Produkt verstopfen. Ein weiterer Aspekt ist jedoch die Auswahl der besten Bodenbelagslösungen für Bereiche, die extremer Hitze ausgesetzt sind, wie beispielsweise in Ofenräumen von Lebensmittel- und Getränkebetrieben. Hier betrachten wir mögliche Lösungen für dieses Problem.
Polyurethan vs. Epoxidharze für Bereiche, die extremer Hitze ausgesetzt sind
Strapazierfähige Harzsysteme wie Epoxid und Polyurethan werden in der Regel in stark frequentierten Lebensmittelbetrieben eingesetzt, in denen die Böden physikalischen Belastungen, Punktbelastungen und dem Verkehr durch schwere Maschinen und Geräte ausgesetzt sind. Obwohl sie oft als dasselbe Produkt bezeichnet werden, handelt es sich tatsächlich um zwei verschiedene Arten von Bodenbeschichtungen mit jeweils ganz eigenen Eigenschaften, insbesondere was die Temperaturbeständigkeit betrifft.
Polyurethane (PU) zeichnen sich durch eine hervorragende Hitze-, Kälte- und Temperaturwechselbeständigkeit aus. Epoxidharze hingegen sind von Natur aus steifer und können sich bei Temperaturschwankungen gemeinsam mit dem Betonuntergrund ausdehnen. Zur Veranschaulichung: Eine Standard-Epoxidbeschichtung weist eine Hitzebeständigkeit von bis zu 65 °C auf, während manche PU-Systeme Temperaturen von bis zu 120 °C standhalten können.
Die Temperaturwechselbeständigkeit ist ein großer Vorteil in Lebensmittel- und Getränkebetrieben, in denen täglich extreme Temperaturschwankungen auftreten. Dies gilt beispielsweise für die Dampfreinigung von Räumen, in Bereichen, in denen regelmäßig heiße Ofentüren geöffnet werden, oder dort, wo kochende Flüssigkeiten auf den Boden gelangen können.
Die Wahl einer dicken Bodenbeschichtung von etwa 9 mm kann zudem eine wirksame Barriere gegen die meisten extremen Temperatursituationen bilden, wie beispielsweise bei Temperaturwechselbeanspruchungen, bei denen die Bodentemperatur im Laufe der Zeit allmählich gesenkt oder erhöht wird. Ähnlich wie bei Beton sorgt der thermische Ausdehnungskoeffizient von Polyurethan dafür, dass sich der Bodenbelag im gleichen Maße ausdehnt und zusammenzieht wie der Untergrund, wodurch die Wahrscheinlichkeit von Rissen, Ablösungen, Delaminationen oder Blasenbildung verringert wird.
Da sind wir uns einig: ein erstklassiger Estrich!
Um Bodenbeläge zusätzlich vor den schädlichen Auswirkungen extremer Hitze sowie vor chemischen oder mechanischen Einflüssen zu schützen, bieten korrosionsbeständige Vinylester-Beschichtungen und Auskleidungsmaterialien den besten Schutz ihrer Klasse. Solche Beschichtungen halten sogar Temperaturen von bis zu 185 °C sowie Thermoschocks stand!
Erfahren Sie mehr über Vinylester-Beschichtungen oder Temperaturbeständigkeit.
Zwar mag die Temperaturbeständigkeit bei vielen Bodenbelägen zwar ein wichtiges, aber oft zweitrangiges Merkmal sein, doch bei manchen Produkten ist sie der einzige Zweck, um Gebäude und deren Nutzer im Falle von Katastrophen wie Bränden zu schützen. Erfahren Sie mehr dazu im nächsten Beitrag dieser Reihe, in dem wir uns eingehender mit dem Thema Brandschutz befassen.